Okt 052011
 

Bei einem Radrennen gibt es zwei Extreme. Den Schnellsten und den Langsamsten.

Unser Redaktionsküken war eins der Extreme und die langsamste Teilnehmerin beim Lila Logistik Charity Bike Cup 2011. Die kleine Lady mit ihrem BMC Sparkle SP01 hat nur sehr wenige Kilometer  in den Beinen und verliebt sich gerade erst in den Radsport. Eine RTF ist sie noch nie mitgefahren und bei einem Radrennen war sie auch noch nie dabei. Aber beim Charity Bike Cup wollte sie  dabei sein und ist erst in der Nacht vor dem Rennen angereist. Natürlich war sie auch super aufgeregt. Die Einführungsrunde war ihr schon zu schnell und so musste sie das Team Holiday Inn von Olaf Pollack ziehen lassen. Sie ließ sich in die anderen Gruppen durchfallen und fand sich am Ende des Rennens wieder, direkt vor dem Besenwagen der sie leider immer begleitete. Nach der dritten Runde (1 Rennrunde) ist sie dann aus dem Rennen ausgestiegen.

Redaktionskücken Claudia beim Charity Bike Cup 2011

Für eine absolute Radsporteinsteigerin war die Strecke schwer und unsere Claudia erfährt nicht nur von uns vollen Respekt das sie sich auf das Abendteuer eingelassen hat. Bekommen hat sie einen wunderbaren Eindruck von der Radsportwelt beim Charity Bike Cup 2011 der ihr so viel Spaß vermittelt hat, dass sie 2012 auf jeden Fall wieder dabei sein möchte.

Ziel für 2012 ist es dann aber  alle Rennrunden zu absolvieren und das vor dem Besenwagen. Im Idealfall ist sie dann sogar schneller als ich. Dafür wird sie viele Stunden im Sattel verbringen müssen und wir begleiten sie natürlich bei diesem Vorhaben.

Okt 052011
 

Ein schöner Bericht geschrieben von Wolfgang Preß auf rasport-aktiv.de vom Lila Logistik Bike Cup 2011

Zitat Wolfgang Preß auf www.radsport-aktiv.de:
“Das Resüme des Cup-Chefs: “849 Teilnehmer, fast 25 000 Zuschauer, über 35 000 Euro Spenden, tolles Fest, Super-Wetter – was will man mehr?”

Dem kann ich mich nur anschließen: Wer Radsport-Stars einmal unkompliziert aus der Nähe erleben möchte (und auf der Runde), der sollte sich den 3. Oktober 2012 schon mal vormerken, den sechsten Charity-Bike-Cup.”

Okt 042011
 

Bei Datasport.com sind die Ergebnisse vom Charity Bike Cup 2011 in Ditzingen gelistet.

Ranking:

Platz: 1
Name: Ulrich Rottler
Team: Mallorca Aktiv – Bicycle Holiday
Zeit: 1:31.42,16
Rückstand: —
Schnitt: 39,257
Runde 1: 30.35 (1)
Runde 2: 30.29 (1) 1:01.04 (1)
Runde 3: 30.37 (1) 1:31.42 (1)

Platz: 178
Name: Matthias Schmidt
Team: TC Krebs
Zeit: 1:58.28,98
Rückstand: 26.46,82
Schnitt: 30,384
Runde 1: 37.31 (200ster)
Runde 2: 38.46 (177ster) 1:16.17 (193ster)
Runde 3: 42.11 (176ster) 1:58.28 (178ster)

Platz: 222
Name: Konrad Hötschl
Team: TC Krebs
Zeit: 2:06.18,18
Rückstand: 34.36,02
Schnitt: 28,502
Runde 1: 37.39 (210)
Runde 2: 39.34 (191) 1:17.14 (196)
Runde 3: 49.03 (243) 2:06,18 (222)

Platz: 227
Name: Nico Boldt
Team: Holiday Inn
Zeit: 2:07.09,92
Rückstand: 35.27,76
Schnitt: 28,309
Runde 1: 39.43 (228)
Runde 2: 41.47 (227) 1:21.31 (230)
Runde 3: 45.38 (227) 2:07.09 (227)

Platz: DNF
Name: Claudia Hermdsorf (Redaktionsküken)
Team: Holiday Inn
Zeit: —
Rückstand: —
Schnitt: —
Runde 1: 1:16.43 (308)
Runde 2:
Runde 3:

Okt 042011
 

Nico Boldt bei den letzten Voebereitungen seines Pinarello lungavita für den Lila Logistik Charity Bike Cup 2011

Nachdem ich dieses Jahr nur mit dem Pinarello Lungavita gefahren bin auch bei einigen RTF Veranstaltungen in Hessen dabei war wollte ich damit auch mal ein Rennen mitmachen. Der Lila Logistik Charity Bike Cup 2011 war für mich wie geschaffen dafür und nach der Sichtung des Streckenprofils am Vorabend hatte ich auch keine Zweifel mehr das ich mit der 46/14 Übersetzung in große Probleme kommen werden.

Pinarello Lungavita Fixie mit der Startnumer 69 beim Lila Logistic Charity Bike Cup 2011 in Heimerdingen

Gefahren wurde dieses Jahr auf einem 19,8km Kilometer abgesperrten Rundkurs der 220Hm Höhenmeter pro Runde und damit 1100 Höhenmeter auf der Gesamtdistanz von 100 Kilometern hat. Nachdem auf dem Lila Logistik Truck mein Holliday Inn Team mit Kapitän Olaf Pollack vorgestellt wurde sind wir eine Runde als Team alleine auf der Strecke gefahren um den Kurs kennenzulernen. Auf einige Punkte wurde bei der Fahrerbesprechung am Vorabend schon eingegangen.

Team Holiday In 2011 mit Teamkapitän Olaf Pollack

Olaf Pollack im Interview mit Karsten Migels

Runde 1:
Ich habe mich hinter die Gruppe fallen lassen und nur selten auch mal vorne gezeigt. Das Redaktionsküken das ja auch in meiner Mannschaft fährt ist im ersten kleinen Anstieg dann schon rausgefallen und konnte dann auch keinen Anschluss mehr finden. Ich hoffte zu diesem Zeitpunkt nur das sie dennoch Spaß haben wird und es nicht bereut.
Auf den Abfahrten merkte ich schnell das ich in der Gruppe mit Schalterfahrern keinen Spaß haben werde und prägte mir die für mich heiklen Stellen ein. Auf den Schlussanstieg war ich besonders gespannt, zeigte das Höhenprofil doch deutlich und unbeharrlich nach oben. Doch es entpuppte sich als Anstieg der mir erst bei Renntempo zum Problem werden kann.

Runde 2:
In der zweiten Runde wurden die Teams der 100km Runde auf der Strecke zusammen geführt. Für mich die Chance noch einmal die Problemecken einzuprägen. Das Fahren in dem enorm großen Feld war mir aber zu stressig so das ich mich immer weiter nach hinten fallen ließ. In den Anstiegen muss ich mein eigenes Tempo fahren und kann mich nicht auf den Tritt anderer verlassen oder mitgehen. Hier wurde mir aber schon aufgezeigt das ich nicht der vorletzte werden kann denn einige Schalterfahrer mussten hier ordentlich hoch schalten. Vom Redaktionsküken war aber leider nichts mehr zu sehen.

Runde 3:
Scharfer Start. Das Rennen war eröffnet und ich habe mich im letzten Drittel aufgehalten. Konrad und Matthias habe ich noch 10 Meter vor mir gesehen aber wetterte nicht die Chance dieses Jahr an Ihnen dran zu bleiben. Die Anfangsphase war von Hektik und Tempofindung geprägt. Ich fuhr mein eigenes Tempo, was die Kurbel ebenso hergab. Eine harmonische Gruppe fand ich nicht. Ich fuhr kleine Grüppchen auf, überholte die, andere überholten mich. Auf der Strecke war einer super Stimmung und einige Zuschauer erkannten mich sogar von den ersten Runden. Im Schlussanstieg merkte ich dann schon das ich viel Tempoarbeit auf den ersten Rennkilometern gemacht habe, aber es lief noch flüssig für mich.

15:48 Uhr - Nico Boldt beim Charity Bike Cup 2011 im Schlußanstieg der Runde 3

Runde 4:
Als Runde vier kahm wurde mir schonungslos die Wahrheit aufgetischt. Zu viel gearbeitet dieses Jahr und deswegen kaum Trainiert machten mir die ersten kleinen Anstiege schon schwer zu schaffen. Auf den Ebenen konnte ich kaum noch Druck machen und überlegte wie ich Kraft sparen könnte ohne langsamer zu werden. Theorien die nicht funktionieren. Im letzten Drittel blickte ich dann mal nach hinten und wurde verfolgt. Ein schwarzes Ungetüm blinkte vor zu mir, der Bus der die Karenzzeit abfuhr. So fuhr ich dann und wusste kaum noch wo ich die Kraft hernehmen sollte. Mal war der Bus sehr nah und dann wieder einige Meter zurück. Den Größten Druck verspürte ich in den Anstiegen, mein Tempo brach ein, der Bus jedoch fuhr unentwegt sein Tempo hinter mir.

Der Schlussanstieg der vierten Runde hat mich psychisch fast geknackt. Mir taten brutal die Beine weh, ich konnte kaum noch die Kurbel rumdrückten und musste extreme Schlangenlinien fahren um wieder Schwung zu bekommen. Hätte der Karenzwagen mich an diesem Punkt überholt wär ich abgestiegen.

16:29 Uhr - Nico Boldt beim Charity Bike Cup 2011 am Ende der Runde 4

Hier gilt ein großer Dank an das Publikum. Sie haben mich angefeuert und nach oben getrieben. Ich hatte Gänsehaut, nicht nur weil es mir schlecht ging.

 

Runde 5:
Jetzt ging es ums reine Ankommen, vor dem Karenzwagen. Wie ich den letzten Anstieg schaffen sollte wusste ich beim besten Willen nicht denn ich würde auf der letzte Runde noch einiges an Kraft brauchen. Immer wieder überholten mich noch einige Fahrer und die Abfahrtsstücke schmerzten heftig in den Beinen. Zudem ließ meine Konzentration schwer nach so das ich noch mehr Tempo rausnehmen musste. Der Karenzwagen hinter mir tuckerte sein Lied. … Der Diesel sang immer: “Ich komme und hole dich wie ich schon die anderen geholt habe.” So fand ich mein Rennen im Rennen und entwickelte neuen Ehrgeiz mich nicht brechen zu lassen von der Dieseltuckerei des schwarzen Ungetüms auf vier Rädern.

17-14-uhr-nico-boldt-charity-bike-cup-2011-runde-5

17-14-uhr-nico-boldt-charity-bike-cup-2011-runde-5-200-meter

Der letzte Anstieg war heftig. Wenn man unten schon merkt das die Luft einfach raus ist sieht man keine Chance mehr noch einen Meter weiter zu kommen. Ich fuhr wieder Schlangenlinien. Wer mich gesehen hat muss mich für vollkommen beklobt gehalten haben. Aber es funktionierte. Blick nach unten, nie nach oben damit man den Schrecken nicht ins Auge sehen muss gejagt vom schwarzen Ungetüm erreichte ich das Ziel und war am Platt.

17:15 Uhr - Nico Boldt beim Charity Bike Cup in vor dem Ziel in Runde 5

Im Ziel lag Konrad auf der Wiese von dem ich angenommen habe das er schon 20 Minuten sich dort ausruht. Dort erfuhr ich erst das er nur kurz vor mir Angekommen ist. Ihm ging es nicht minder besser als mir.

Nach kurzer Erholungszeit stand für mich aber fest, 2012 wieder am Lila Logistik Charity Bike Cup teilzunehmen mit einem Fixie.

Nico Boldt mit seinem Pinarello Lungavita Fixie nach dem Charity Bike Cup 2011

Okt 042011
 

In der Nacht ist unser Redaktionsküken noch überraschenderweise zu uns nach Stuttgart gekommen, um am Charity Bike Cup 2011 teilzunehmen. Schnell habe ich für eine Nachmeldung gesorgt mit einem Trikot in der Größe XS (welches Ihr aber auch noch zu groß ist) und sogar in meinem Holiday Inn Team mit Olaf Pollack als Teamkapitän. Sie hat noch nie bei einer RTF mitgemacht und es ist auch ihr erstes Rennen!

Redaktionskücken im Team Hollyday Inn 2011

Vor dem Start habe ich Ihr Rad noch fit gemacht und dabei noch ein bekanntes Gesicht von Rennrad FFM getroffen. Oder vielmehr er mich, den meine Tattoos und das Pinarello sind dann doch so auffällig das es nichts zu verwechseln gibt.

BMC Sparkle SP01 vom Redaktionskücken putzen

Das Redaktionsküken geht also auch auf die 100km Runde und das mit ihrem wunderschönen BMC Sparkle SP01 das die Startnummer 51 bekommen hat.

BMC Sparkle SP01 von Claudia mit der Startnummer 51

Matthias startet im Team von Hanka Kupfernagel (Sponser) mit seinem BMC promachine SLC01 gemeinsam mit Konrad der wieder das kleine Orbea Orca an den Start gebracht hat mit der Nummer 186.

BMC Promachine SLC01 von Mathias mit der Starnummer 190

Orbea Orca von Konrad mit der Starnummer 186

Okt 042011
 

Als Jan Ullrich die Turnhalle von Ditzingen bei der Charity Bike Cup Nudelparty  betrat wurde er von Autogramjägern umlagert. Ich bin eigentlich kein Fan von Unterschriften sammeln die in Bedeutungslosigkeit untergehen. Doch bei meinem Jan Ullrichposter das ich seit Jahren hüte wie einen Schatz und sogar hochwertig einrahmen ließ von der Galerie Pfeffer in Frankfurt am Main mit Spezialglas war es irgendwie anders. Als Jan das Bild gesehen hat brachte er nur ein “Ui, wow das ist ja mal was.” und unterschrieb. Ich bedankte mich artig und das war es dann auch schon für mich.

Jan Ullrich unterschreibt Poster

Okt 042011
 

Nach einigen Pannen in der Vorbereitung mit meinem Pinarello Lungavita was ein umrüsten der Übersetzung angeht war ich auf das Höhenprofil des Lila Logistik Charity Bike Cup 2011 in Ditzingen – Heimerdingen gespannt. Vor der Nudelparty haben wir unsere Startunterlagen abgeholt und dort konnte ich dann das erste mal ein Auge auf das Höhenprofil werfen. Eine Anspruchsvolle Strecke sollte das für mich werden. Weniger das in die Höhe fahren machte mir dann aber Kopfzerbrechen, mehr die letzte Abfahrt die sehr Steil aussah auf dem Ausdruck. Was mit dem Rennrad richtig Spaß macht, schnell den Berg hinunter zu flitzen und Kurven eng zu durchfahren, ist auf dem Fixie eine anstrengende Aufgabe die Kraft kostet und auch Konzentration.

Höhenprofil beim Charity Bike Cup 2011 in Heimerdingen

Dann haben wir noch unsere Startnummern geholt wobei ich am 03.Oktober mit der Nummer 69 ins Rennen gehen darf.

Start - Ziel beim Charity Bike Cup 2011

Konrad und Ohle wollten dann noch Spenden für Ulle sammeln wobei sie sichtlich Spaß hatten.

Konrad und Ohle mit dem Jan Ullrich Poster

Okt 042011
 

Es ist soweit. Wir fahren zum Lila Logistik Charity Bike Cup 2011 nach Ditzingen bei Stuttgart. Die Sachen sind gepackt, die Räder sind vorbereitet und verladen.

Abfahrbereit zum Charity Bike Cup 2011

Mitgekommen sind Ohle dessen Startplatz ich 2010 Übernehmen durfte und dieses Jahr auf der 60 Kilometer Runde startet. Weiterhin Mathias der seinen Firmenwagen wieder einmal als Transportfahrzeug für die Rennräder bereitgestellt hat.

Mathias Radtransporter

Zu guter Letzt noch Konrad von der Glaserei Pfeffer der in letzter Minute noch das frisch staubdicht eingerahmte Jan Ullrich Poster wieder ausgerahmt hat damit es endlich von Jan Ullrich unterschrieben werden kann.

Konrad von der Glaserei Pfeffer in Frankfurt am Main mit dem Jan Ullrich Poster

Wegen Platzmangel im Transporter habe ich das Cavemobil in letzter Minute vom Rennradladen Bikers Cave in Frankfurt am Main bekommen mit dem ich dann nach Stuttgart gefahren bin. Übernachten werden wir im Holiday Inn das auch mein Teamponsor 2011 mit  Teamkapitain Olaf Pollack ist.

Das Cave Mobil vor dem Holiday Inn in Stuttgart

Okt 022011
 

Heute geht es zum Lila Logistik Charity Bike Cup nach Ditzingen bei Stuttgart. Eigentlich sind alle Vorbereitungen getroffen. Das Pinaello Lungavita mit dem ich starten werde hat seine alte 46/14 Übersetzung wieder montiert bekommen doch noch immer habe ich nicht das Lenkerband gewechselt das ich beim Sturz bei der RTF in Neu Isenburg beschädigt habe. Zudem war es schon so dreckig das ich mich damit nicht mehr sehen lassen kann, schon gar nicht bei diesem Event. Also habe ich mir das Italienische Deda Lenkerband in Weiß besorgt und meinen Lenker neu gewickelt.

Gewicht vom alten Lenkerband des Pinarello Lungavita

Das Alte Lenkerband wiegt mit Lenkerstopfen und Abschlussband 59 Gram. Im Neuzustand wiegt das Deda Lenkerband aus der Packung 50 Gram. Davon kann ich letztlich satte 8 Gram abziehen für die Schutzfolien der Klebstreifen und Verschnitt. So spare ich durch diesen kleinen Eingriff also 17 Gram.

Gewicht vom alten Lenkerband des Pinarello Lungavita

Zu diesem Sparpacket wurde ich aber Quasi gezwungen. Das Deda Lenkerband ist extrem Kurz und ich brauchte mehrere Versuche das Band komplett vom Lenkerende bis oben komplett wickeln zu können. Dieses Problem beobachte ich bei einigen Lenkerbandherstellern seit geraumer Zeit. Klassisches Wickeln mit kreuzen am Schalthebel ist unmöglich geworden und von komfortabler Dämpfung ist bei solch straf gewickelten Lenkerband auch nichts mehr zu spüren.
So greift sich am Ende auch das Deda Lenkerband sehr satt und direkt. Die komfortable Dämpfung bleibt fast vollkommen auf der Strecke und hinterlässt sowohl beim Wickeln als auch beim Fahren frustrierte Momente.

Deda Lenkerband Gewichtsersparniss